Jahresrundschreiben 2020 – Absage aller weiteren Einladungen, Reisen und Aktivitäten bis Februar 2021


An alle Mitglieder, Freunde und Förderer des
Fördervereins für Städtepartnerschaften der Stadt Lich e.V.

Das Corona-Virus schränkt weiter sehr unseren Alltag ein und macht all unsere geplanten Einladungen, Feierlichkeiten, Reisen, Aktivitäten und Vorhaben bis heute unmöglich. In diesen Tagen heißt es daher diese große Verantwortung und den Verzicht  für uns alle gemeinsam weiter anzunehmen und zusammenzuhalten.

Das kann und wird uns ganz sicher mit Fürsorge und gegenseitiger Rücksichtnahme gelingen. Dazu wünschen wir EUCH und EUREN FAMILIEN eine friedvolle und einfühlsame Zeit für- und miteinander!!!

Für das Jahr 2020 hatte die Mehrheit des Vorstandes entschieden, auf eine diesjährige Jahreshauptversammlung zu verzichten und diese im Kalenderjahr 2021 nachzuholen. Da es keine Aktivitäten und somit keine Jugend- und Klassenförderungen sowie keine außergewöhnlichen Vereinsausgaben gab, ist unser Vereinshaushalt unbelastet geblieben.
Die Kassenprüfung wie auch der Kassenbericht ist im März 2020 ordnungsgemäß erfolgt und kann bei näherem Interesse eingesehen werden. Dazu könnt Ihr uns sehr gerne direkt kontaktieren.

Wie unsere Aktivitäten für das kommende Jahr 2021 aussehen können, ob wir am 8./9. Mai 2021 zum HISTORISCHEN MARKT 2021 unsere Freunde einladen und mit unserer Partnerstadt Vänersborg feiern können, ist leider heute noch komplett unsicher. Dazu werden wir uns mit Bürgermeister Dr. Julien Neubert, den städtischen Gremien und
der Stadtverwaltung besprechen und bis Februar 2021 EUCH weitestgehend informieren.

Vorerst müssen wir alle weiteren Aktivitäten vorsorglich bis Februar 2021 absagen. Einen „Touren und Termine Plan 2021“ werden wir hoffentlich am Anfang nächsten Jahres erstellen können. Mit der Bewerbung unserer Sommerfahrt am Sonntag, 27.06.2021, nach Speyer können wir dann hoffentlich beginnen, ebenso wie mit den Monatstreffen.
Das erste soll am Dienstag, 2. März 2021, stattfinden.

Bleibt weiter mit unseren Freunden aus den Partnerstädten in Kontakt, pflegt mit zahlreichen fürsorglichen E-Mails, Whatsapp- oder Facebook-Nachrichten und Telefonaten unser Miteinander.

Wir wünschen EUCH und EUREN FAMILIEN Gesundheit, viel positive Kraft, Verständnis und Zuversicht, ein gesegnetes frohes Weihnachtsfest und einen friedvollen und gesunden Start in das Jahr 2021.

Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen!!!
Herzliche Grüße
Iris Fischer, Michèle Bräuning, Ralph Bretschneider

Lich, 30.11.2020


Interkulturelle Begegnungen auf den Spuren marokkanischer Alltagswelten

Bericht über eine lebendige Städtepartnerschaft zwischen Lich/Deutschland und Tata/Marokko

„In Marokko darfst du dich über nichts wundern.
Wenn du einem fliegenden Esel begegnest, sage nur: „Allah vermag alles zu tun.“ (marokkanisches Sprichwort)

Seit dem Jahr 2000 gibt es regelmäßig gegenseitige Einladungen und Besuche zwischen der hessischen Stadt Lich und der südmarokkanischen Stadt Tata. Diese wechselseitigen Besuche und Informationstransfers und vor allem der gegenseitige Austausch von Gästegruppen sollen zum Verständnis, zur Toleranz und gegenseitiger Bereicherung der
verschiedenen Kulturkreise und Landschaften beitragen.
Die Licher haben weite grüne Wälder und Felder, Seenlandschaften und Regentage, die die marokkanischen Freunde in Erstaunen versetzen. Die Hessen sind fasziniert von den Wüsten, Wadis und wechselnden Brauntöne der gewaltigen Felsformationen sowie beeindruckt von den farbenprächtigen lebendigen Märkten.

Am 3. April 2003 besiegelten der damalige Bürgermeister aus Lich, Ludwig Seiboldt, und der damalige Bürgermeister aus Tata, Moulay El Mahdi Lhabibi, den ersten offiziellen kommunalen Partnerschaftsvertrag zwischen einer deutschen und einer marokkanischen Stadt.
Zahlreiche gegenseitige Hospitationen und Praktika konnten bisher in den Bereichen der Administration und Verwaltung, des Gesundheitswesens und in verschiedenen Bildungseinrichtungen getätigt werden. Aktuell findet reger professioneller Fachaustausch in Projekten des Behindertenzentrums „Al Amal“ in Tata sowie in einer
Frauenkooperationen zur Alphabetisierung der Frauen und deren Kinder statt.

Tata, die Hauptstadt der Provinz Tata, eine Oasenstadt mit 13.000 Einwohnern im Südosten Marokkos liegt am Rande der Sahara Wüste an der Grenze zu Algerien. Tata ist 3500 km von Lich entfernt. Die traditionsreiche Berberstadt überrascht mit Fortschritt und Moderne.

Die Provinz Tata liegt im Anti-Atlas am Eingang der Sahara Wüste. Sie erstreckt sich über 26.000 Quadratkilometer mit mehr als 120.000 Einwohnern. Das Klima Tatas wird von einem Sahara-kontinentalen Wetter bestimmt. Die Temperaturen variieren tagsüber zwischen 49° Celsius im Sommer und 6° Celsius im Winter. Die angenehmsten Reisezeiten sind im Frühjahr und Herbst. Viele Camper überwintern in Tata.

Vor Ort erwartet Licher Gäste eine überwältigende marokkanische Gastfreundschaft mit vielen neuen Eindrücken aus einer islamisch geprägten Welt. Nach ersten eigenen Felderkundungen gibt es bei jedem Aufenthalt in Tata ein reichhaltiges Programm. Die Licher werden jedes Mal persönlich begleitet von den marokkanischen Freunden, an der
Spitze der ehemalige Bürgermeister Moulay Mehdi, der sich immer sehr einbringt. Dazu zählen zahlreiche Einladungen und Einblicke in das Alltagsleben mit Teezeremonie und ausgiebigen Mahlzeiten in den Großfamilien.

Unter einfachen Verhältnissen können die Licher vielfältig das Alltagsleben der Berber kennenlernen. Dazu zählen Wasser holen, Minztee zubereiten, Zucker schlagen, das traditionelle marokkanische Gericht Tajine zubereiten, ein Spaziergang durch den Palmenhain, dekorative Hennabemalungen und der Besuch des Hammam.
Höhepunkt kultureller Traditionen sind Berberhochzeiten, bei der in der Regel vier Tage lang gesungen, getanzt und gegessen wird. Große Gastfreundschaft und Dazugehörigkeit können Freunde dort wieder erfahren.

Der wirkliche Reichtum Marokkos sind seine Menschen, und wer bereit ist, diese kennen zu lernen, wird reich beschenkt werden.

Sommerreise in die Licher Partnerstadt Vänersborg/Schweden

Anfang Juli 2019 besuchten Freunde und Mitglieder des Fördervereins für Städtepartnerschaften der Stadt Lich e.V. ihre schwedischen Freunde in Vänersborg.

Seit dem Jahr 2010 gibt es zwischen der Stadt Lich und der schwedischen Stadt Vänersborg eine offizielle Städtepartnerschaft, die einen interkulturellen Austausch zum Zweck der Bildung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Geiste von Toleranz und Völkerverständigung ermöglicht. Dies wird im Besonderen durch rege freundschaftliche Einladungen und Besuche jedes Jahr aufs Neue gelebt.

Vänersborg liegt im Südwesten Schwedens am Südufer des Vänersees und hat 24 000 Einwohner. Die Regionshauptstadt Westschwedens glänzt durch das königliche Elchmuseum, den Ökopark Halle-Hunneberg und die abwechslungsreiche Natur der Seenlandschaft, der alten Kanäle bis hin zur zauberhaften Westküste mit ihren zahlreichen Schären und Fjorden. Die Entfernung zwischen Lich und Vänersborg beträgt 1 150 Kilometer. Eine Strecke, die Bernd Fischer zum Großteil mit dem Rad zurücklegte. Er hatte sich Anfang Mai mit dem Fahrrad auf den Weg nach Schweden gemacht, um seinen Ruhestand mit einem schönen Erlebnis einzuläuten. So war es für ihn Ehrensache, die Licher Delegation bei ihrer Ankunft in Göteborg willkommen zu heißen. 

Die Licher durften viele Einladungen und persönliche Begleitungen genießen. Noch am Abend der Ankunft gab es schon die erste Einladung zu einem Glas Wein im Garten von Sven Söderström, einer der ersten Freunde der Städtepartnerschaft.

Thomas Friden von der Stadtverwaltung Vänersborg, bekannt für viele Licher, da er alljährlich beim „historischen Spiel“ des historischen Marktes mitwirkt, führte die Gruppe mit vielen alten und aktuellen Geschichten der schwedischen Stadt durch Vänersborg. Begleitet durch den stellvertretenden Bürgermeister Gunnar Lidell und seiner Frau Tina und Tochter Tilda, die am Tag danach zu einem sehr herzlichen Abendessen bei sich zu Hause einluden. Dort trafen die Licher weitere Freunde aus Vänersborg. 

 

Die Licher konnten den Ökopark Hunneberg mit der Besichtigung des Elchmuseums sowie am Abend bei einer Elchsafari bestaunen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen auf dem Hunneberg konnten weitere Gedanken und Planungen für die bevorstehende Feier des 10-jährigen Bestehens der Partnerschaft für Mai 2020 in Lich ausgetauscht werden. Für die nächsten Tage stand der Ausflug in das älteste Heilbad der Region in Gustavsenberg in einem malerischen Fjord an, ein Tagesausflug mit Auto- und Personenfähre nach Lyskeskyll und Fiskebäckskyll an der Westküste, sowie die Wasserfälle und die Känäle von Trollhättan an. Dabei konnten alle das sehr schmackhafte Krabbenbrot, die verführerischen Kanelbullar und das sehr köstliche Fischbüffet ausführlich (und einige mehrmals) genießen. Am letzten Tag besuchten die Licher auf Einladung von Erja Tienvieri, eine der Künstlerinnen, die bei „Kunst in Licher Scheunen“ im vergangenen Jahr beteiligt war, die Werkstatt der Künstlervereinigung Vänersborg, natürlich bei Kaffee und Gebäck und das Vänersborger Museum in Begleitung von  Astrid Karlsson und den Freunden der Nordischen Vereinigung. Ein gemeinsamer Hochgenuss der Licher war unumstritten der mehrmalige Besuch des sehr idyllischen Vänersborger Cafés bei Krabbenbroten, Bier, Kuchen, Kanelbullar und Kaffee direkt am Vänernsee.

Für das 10-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen beiden Städten beginnt nun ein reger Austausch von Ideen und Planungen. Auf das Jubiläumsfest am Freitag, 15. Mai 2020, direkt vor dem historischen Markt am 16./17. Mai 2020, dürfen sich die Licher und Vänersborger schon jetzt freuen. Ein gemeinsames Rahmenprogramm ist bereits im Entstehen. Wer zudem Interesse hat, bei der Jubiläumsreise im Sommer 2021 Vänersborg wiederzusehen oder kennenzulernen, der schreibt an den Förderverein für Städtepartnerschaften der Stadt Lich e.V.: kontakt@partnerschaftsverein-lich.de oder schaut auf die Homepage: www.partnerschaftsverein-lich.de 

HERZLICH WILLKOMMEN bei unseren Reisen und Aktivitäten!!!

Sommerfahrt nach Aachen – Nachlese

Bei gutem Wetter, nicht zu sonnig, aber zum Glück auch nicht regnerisch, hatten sich am Sonntag, 17. Juni, rund 40 Freunde und Mitglieder des Partnerschaftsvereins auf den Weg nach Aachen gemacht, um die Stadt zu erkunden. Nach einer Städteführung gab es auch einen Abstecher in den Dom. Abgerundet wurde der schöne und unterhaltsame Tag mit einer Vesper in Königswinter. Voller Eindrücke kamen die Teilnehmer abends nach Lich zurück.